Hamburg während der Corona-Krise

Hamburg zeigt während des Ausnahmezustands durch die Allgemeinverfügung der Stadt und das "Kontaktverbot" ein ungewohntes Bild. Samstag Nachmittag ist die Innenstadt leer, wo sonst viele Menschen einkaufen gehen. Spielplätze und Schulen sind gesperrt. Und auch Demonstrationen können nicht stattfinden. Um Protest auf die Straße zu tragen, haben viele Hamburger*innen neue Wege gefunden und hängen Transparente aus ihren Fenstern oder vom Balkon. Die Aussage von Angela Merkel in einer Ansprache im März 2020 zeigt sich hier deutlich: „Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander – all das wird auf die Probe gestellt, wie nie zuvor.“

Ab dem 28. März protestierten immer wieder Menschen mit Schildern unter dem Motto „Leave No One Behind“ in Hamburg am Steindamm. Auf den Plakaten forderten die Aktivist*innen beispielsweise die Öffnung von Hotels für Obdachlose und Geflüchtete oder die Aufnahme Geflüchteter, die an der EU-Außengrenze in Camps wie „Moria“ festsitzen. Denn nicht alle Menschen haben die gleichen Möglichkeiten sich durch zuhause bleiben und Hände waschen vor dem Covid-19-Virus zu schützen, wie der Großteil der Menschen hier in Deutschland. Die Polizei nahm bei jeder Aktion die Personalien der Aktivist*innen auf und erteilte Platzverweise.

Ein geschlossener Spielplatz.

Eine geschlossene Schule.

Und auch an einer Geflüchtetenunterkunft hängen Regeln für Besuche in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Menschen finden neue Formen, Protest auf die Straße zu tragen.

Angefangen am Internationalen Tag gegen Rassismus, hängen in ganz Hamburg Transparente.

An manchen Orten wirkt die Stadt ausgestorben, wie hier am ZOB.

Der leere ZOB

Der leere ZOB

Polizei beschlagnahmt ein Transparent

Die Mönkebergstraße an einem Samstag Nachmittag - leer.

Und auch die Spitalerstraße ist für einen Samstag wirklich leer.

Topfschlagenals Applaus für die Menschen, die in Krankenhäusern, Supermärkten oder LKWs wichtige Arbeit leisten, kommt in vielen Städten aktuell vor.

In diesem Fall richtet sich das Topfschlagen gegen "Mitenwahnsinn und Zwangsräumungen" am "Housing Action Day 2020", an dem eigentlich bundesweit Demonstrationen stattfinden sollten.

Politische Statements zur Lage