Ende Gelände in der Lausitz

Ein Tag nach dem vierten globalen Klimastreik und zwei Tage vor Beginn der 25. Weltklimakonferenz (COP 25) rief Ende Gelände wieder zu Aktionen des zivilen Ungehorsams auf. Die Aktivist*innen protestierten sowohl im Leipziger Kohlerevier als auch in der Lausitz für Klimagerechtigkeit. Parallel dazu veranstaltete Fridays For Future in einem Bündnis aus Fridays for Future mit Umweltverbänden wie dem BUND und Greenpeace eine Kundgebung vor dem Kraftwerk Jänschwalde. Die Aktivist*innen starteten in Fingern aus Leipzig, Dresden und Berlin. Neben dem bunten inklusiven Finger gab es in diesem Jahr zum ersten Mal einen niedrigschwelligen „Jugendfinger“. Die Anti-Kohle-Kidz bildeten den türkisen Finger und verstehen sich als eigene Gruppe, die mit Ende Gelände gemeinsam für Klimagerechtigkeit zivilen Ungehorsam leistet. Zusammen mit einem Teil des grünen Fingers und dem bunten Finger blockierten die Anti-Kohle-Kidz einen Bahnübergang der Kohlebahn am Ortsausgang von Koppatz. Die Ende Gelände-Aktivist*innen blockierten dabei die Kohlebahn zum Kraftwerk Jänschwalde, während die Anti-Kohle-Kidz die Straße am Bahnübergang blockierten. Der lila Finger blockierte die Kohlebahn an einer weiteren Stelle und die anderen Finger von Ende Gelände gingen in Tagebaue in der Lausitz und bei Leipzig. Durch die Blockaden fuhr der Betreiber LEAG das Kraftwerk Jänschwalde am Vormittag auf ein Minimum herunter. Immer wieder störten LEAG-Mitarbeiter*innen und andere Bewohner*innen der Region die Blockadestellen von Ende Gelände und ließen ihren Unmut über die Aktionen raus. Für sie kann die Braunkohle nicht einfach abgeschaltet werden – wie Ende Gelände es fordert. In der Region leben viele Menschen von der Braunkohle. Unter den Braunkohle-Befürworter*innen waren immer wieder rechte Symbole zu erkennen oder rechte Sprüche zu hören. Aktivist*innen von Ende Gelände reagierten mit antifaschistischen Bannern und Sprüchen auf die Gegendemonstranten.

Der grüne Finger auf der Kohlebahn.

Immer wieder tauchen rund um die Blockade Anwohner*innen aus der Region auf und zeigen, was sie von den Aktionen halten.

Auch eine organisiert-wirkende Demo unter dem Namen "Blackout Lausitz", an der sich auch LEAG-Betriebsräte beteiligen steht eine Weile in Sichtweite der Blockade. Die Polizei trennt die Lager.

Sitzblockade der Anti-Kohle-Kidz

Die Aktivist*innen beenden die Blockade.

Auch am Ende der Aktion stehen Gegendemonstranten am Rand und provozieren mit Sprüchen und Gesten.